Stress.

Stress ist nicht nur eine Volkskrankheit. Er ist mein ständiger Begleiter. Ist ja irgendwie auch gerade in Mode. Everybody’s so so busy und so. Aber es ist halt nicht immer nur das “viel zu tun haben”…

Ich fühle mich zwar seit Beginn des Referendariats eigentlich nicht so großartig, hatte bis zu den Prüfungen öfter mal Migräne und war eigentlich auch recht oft ziemlich kaputt. Aber das war auch ein Stress – fast schon traumatisch: der ständige Druck, den ich mir zugegebenermaßen zum großen Teil selbst machte, ständig Unterrichtsbesuche, viel zu viele Seminarveranstaltungen, dann stand die unsägliche DUE vor der Tür, die erste Prüfung und von da an ging es Schlag auf Schlag. Und keinen Monat nach der letzten Prüfung stand unsere Wohnung unter Wasser, wir verbrachten 4 Wochen in Ferienwohnungen, dann erst die Ungewissheit der drohenden Arbeitslosigkeit, die Wohnungssuche, mal nebenbei noch die eigene Hochzeit, der Umzug und nach kurzem Urlaub dann schon die neue Stelle, die außergewöhnliche Schule, die verhaltensauffälligen Kinder, das gar nicht gymnasiale Niveau, die langen Tage…

Kein Wunder also, dass ich mich gestresst gefühlt habe. Die Rastlosigkeit und Unruhe, die ständige Müdigkeit und irgendwann auch der hohe Puls – das habe ich alles erst einmal auf den Stress geschoben. Kennt man ja; ist ne Zivilisationskrankheit. Aber irgendwie wurde es immer schlimmer – und eigentlich gibt es gar keinen Anlass für richtigen Stress mehr – viel zu tun, aber alles absolut im Rahmen. Und dennoch: Ich sitze da und spüre förmlich meinen Puls, mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Und der Puls ist selten unter 90. Gerade eben sogar mal wieder über 100. Beim Sport bei 180… Deshalb war ich vor ein paar Tagen bei meiner Hausärztin. Und siehe da – ich bin eigentlich gar nicht gestresst, aber mein Körper ist es. Übeltäterin ist meine zu gut funktionierende Schilddrüse. Die arbeitet was das Zeug hält – Tag und Nacht – und produziert zu viele Hormone, was in letzter Konsequenz dazu führt, dass mein Herz pumpt wie blöde und mein Körper einfach nicht zur Ruhe kommen kann.

Und jetzt? Jetzt muss ich erst einmal Tabletten nehmen – das ganze geht vermutlich ein Jahr oder länger. Da die Wirkung wohl erst nach 2-3 Wochen eintritt, heißt es erst einmal abwarten und Tabletten schlucken. Und dann mal schauen, ob das nachhaltig wirkt oder der worst case eintritt (geht hin bis zur Entfernung der Schilddrüse – great fun). Ansonsten darf ich mich gerade nicht zu sehr anstrengen. Also eher keinen Sport machen und so. Gut, dass gerade Ferien sind. Allerdings habe ich noch einiges zu tun und die Gedanken kreisen gerade unaufhörlich, sodass das mit dem Korrigieren und Vorbereiten einfach nicht so recht klappen will. Aber langsam und ruhig soll jetzt erst einmal die Devise sein. Bloß keinen (zusätzlichen) Stress.

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