Zwangsauszeit.

Vor Weihnachten begann es. Eines Freitags kam ich heim und fühlte mich irgendwie mies. Es dauerte noch zwei/drei Tage, dann kam der Rotz und als ich dienstags aus der Schule heimkam war ich das erste Mal nach 8 Stunden unterrichten heiser. Mittwoch, Donnerstag und Freitag schleppte ich mich in die Schule – es standen ja Klassenarbeiten an und die Kinder sollten gut vorbereitet werden – und krächzte mich so durch. Ich stand komplett neben mir, aber irgendwie schaffte ich es ins Wochenende. Das Krächzen nahm ab, die letzten drei Tage bis zu den Ferien überstand ich recht gut und kurz vor Weihnachten war ich eigentlich wieder gesund. Am ersten Weihnachtsfeiertag überkam es mich dann aber – ein fiebriges Gefühl. Wir waren bei meinen Eltern und als ich um elf Uhr nachts nach Hause kam, hatte ich dann Fieber. Die nächsten Tage verbrachte ich auf der Couch. Das Fieber nahm ab, aber dafür verschwand auch meine Stimme. Und die kam irgendwie auch nicht mehr wieder bis die Schule wieder begann. Am ersten Schultag krächzte ich der Schulsekretärin ins Ohr, ging zu meiner Hausärztin und hoffte auf irgendwas Starkes, da ich alle Haus- und rezeptfreien Mittel irgendwie durch hatte. Das bekam ich zwar nicht – Antibiotika machten keinen Sinn, weil es einfach nur der hartnäckigste Virus aller Zeiten war – aber es stellte sich heraus, dass ich doch noch nicht alles durch hatte, was man so rezeptfrei in der Apotheke bekommt. Mit einem Rezept und einer Krankmeldung für die ganze Woche verließ ich die Praxis und legte mich erst einmal wieder auf die Couch.

Es ist heute Freitag, die Stimme ist wesentlich besser, wenn auch noch nicht perfekt, und ich habe seit Montag das Haus nicht mehr verlassen. Vermutlich wiege ich mittlerweile 2kg mehr, denn ich habe es mir echt gut gehen lassen. Essen, was und so viel ich will, Gilmore Girls schauen, lesen, einfach nur rumsitzen. Wie gesagt, so richtig fit bin ich noch nicht – und ich musste mich auch ein bisschen um die Schule kümmern (Nachschreibtermine organisiseren, Unterricht vorbereiten etc.) – aber irgendwie fühle ich mich jetzt nach dieser Zwangsauszeit doch ein wenig erholter als noch vor einer Woche.

Es fühlt sich komisch an, diese Auszeit zu haben. Aber gleichzeitig irgendwie auch gut. Mir wurde diese Woche auch wieder sehr bewusst, wie sehr ich die Studienzeit mit der fast absolut freiten Zeiteinteilung vermisse. Aber die Zeit lässt sich nicht zurück drehen – und wer weiß, was noch so auf mit zukommen wird. Jetzt heißt es aber erst einmal alles für nächste Woche fertig machen und dann das Wochenende genießen. ❤

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